Holistic Touch - Massage   

Holistic Touch bedeutet ganzheitliche Berührung. Gemeint ist damit, dass bei der Massage nicht nur Muskeln berührt werden sondern auch das „Wesen“ des Menschen.

Ein Schwerpunkt der Holistic Touch - Massage ist das Erwecken und Fördern der Wahrnehmung des Selbst.

Durch eine ungünstige Erziehung und ein nicht vorteilhaftes Umfeld verlieren die meisten Menschen bereits im Kindesalter den Kontakt zu ihrem Inneren. Den meisten Erwachsenen ist dieser Verlust gar nicht bewusst, da er zum „Funktionieren“ im Alltag oft nicht gebraucht wird. Im Gegenteil kann es sogar in vielen Fällen für andere von Vorteil sein, wenn man seine eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnimmt und für andere funktioniert. Sehr oft bleibt dieser mangelnde Kontakt zu seinem Inneren ohne ersichtliche Folgen für die Gesundheit. Oft äußert sich aber dieser Mangel auch in körperlichen und seelischen Beschwerden wie Verspannungen, Schmerzen, Unzufriedenheit, Depression u.a.


Die Holistic Touch Massageausbildung ist eine Synthese aus vier verschiedenen Massagetechniken/Behandlungstechniken, welche dazu benutzt werden den Klienten wieder mit seinem Inneren in Berührung zu bringen. Die verschiedenen Techniken können aber auch rein mechanisch zur Muskelentspannung angewandt werden.


- Points & Position Massage

- Klassische Massage

- Tiefengewebsarbeit

- Craniosacraltherapie
 

Bei der P&P Massage wird der Klient durch das Drücken verschiedener Punkte und das Positionieren des Körpers in bestimmten Positionen in eine tiefe Entspannung geführt. Energetisch wird dabei der Energiefluss nach Innen zur eigenen Mitte angeregt. Dies führt dazu dass der Klient mit seinem Innersten wieder in Kontakt kommt und seine Wünsche und Bedürfnisse besser wahrnehmen kann. Körperlich führt der nach Innen gerichtete Energiefluss zu einer tiefen Entspannung und Erholung, ähnlich einem Kurzurlaub. Diese Massage eignet sich auch gut bei Spannungskopfschmerzen, Migräne, Erschöpfungszuständen und nervöser Gereiztheit.

Bei der klassischen Massage steht das Massieren der einzelnen Körperpartien und Muskeln im Vordergrund. Durch die klassische Massage kann der Klient einen ersten Kontakt mit sich selbst wieder aufnehmen indem er durch die Massage seine Körperhülle (Muskulatur) besser wahrnimmt. Die klassische Massage eignet sich nicht besonders gut um einen tiefen Kontakt mit dem Inneren des Klienten herzustellen. Da dies aber sehr oft von dem Klienten auch nicht erwünscht ist kommt sie trotzdem häufig zum Einsatz.  Die klassische Massage eignet sich auch sehr gut als Erstkontakt oder bei einmaligen Massagen.

Bei der Tiefengewebsarbeit wird mit tiefem, zeitlupenartigem Druck der Körper von Verspannungen und Verklebungen befreit. Diese Methode erzeugt bei manchen Klienten das erste Mal ein Gefühl…wirklich berührt worden zu sein. Für Andere wiederum kann diese Methode zu intensiv sein.

Die Craniosacrale Therapie ist eine sehr sanfte Behandlungsmethode. Der Behandler erspührt dabei an den Schädel und Beckenknochen den Craniosacralen Rhythmus. Ein freier Rhythmus äußert sich indem das Hinterhauptsbein und das Kreuzbein sich im gleichen Rhythmus bewegen. Findet diese Bewegung nicht statt stehen dem Behandler verschiedene Techniken zur Verfügung um einen Spannungsausgleich zu erzielen. Auch bei der Craniosacrale Therapie kann ein tiefer Kontakt mit der eigenen Mitte stattfinden.



Zur Ausbildung:

Inhalte:

Neben dem Erlernen der  vier Behandlungs-Techniken werden u.a. folgende Inhalte und Fähigkeiten vermittelt:

  • Anatomisches Wissen (welches zum sicheren Ausüben der vier Methoden gebraucht wird)
  • Verständnis des Vegetativen Nervensystems
  • Ablauf der körperlichen Stressreaktion und möglicher Einfluss auf den jeweiligen Klienten
  • Reichianisches Energieverständnis des Menschen
  • Umgang mit Klienten
  • Psychologisches Basiswissen
  • Selbstentspannung, durch das Erlernen verschiedener Entspannungsmethoden
  • Selbsterfahrung/Selbst-Wahrnehmung als Voraussetzung für entspanntes und konfliktfreies Arbeiten
  • Die Entstehung einer „Körperform“ und der Einfluss dieser Form auf den Menschen
  • Erkennen verschiedener Gewebe- und Körpertypen
  • Schulung des Tastsinnes

Methode:

Entspanntes Lernen: Das Lernen findet in einer entspannten Atmosphäre ohne Leistungsdruck statt. Theorie und Praxis wechseln sich ab.

Ablauf: Die Ausbildung ist so konzipiert, dass sie auch berufsbegleitend besucht werden kann.

Die Ausbildung dauert 18 Tage, welche über ein Jahr verteilt sind. Durch die „Übungspausen“ zwischen den einzelnen Abschnitten, können die Teilnehmer das neu Erlernte üben und integrieren.

Für jede der vier Behandlungsformen sind 4 Tage vorgesehen, welche in ein Wochenende (Sa+So), ein Monat Übungspause, ein weiterer Sa (oder So), ein weiteres Übungsmonat und wieder ein Sa (oder So) aufgeteilt sind. Am Ende der vier Abschnitte Treffen wir uns nochmals für zwei Tage (Sa/So) um noch anstehende Fragen und/oder Unsicherheiten zu beseitigen oder je nach Bedarf der Gruppe das Erlernte zu verfeinern oder zu erweitern.

An Samstagen beginnt die Ausbildung um 14.30 Uhr.

Teilnehmer: Die Ausbildung ist für Anfänger genauso geeignet wie für bereits praktizierende Masseure, die sich fortbilden möchten.

So werden Anfänger in die „Kunst“ der Massage eingeführt und bekommen ein Spektrum von Methoden gelehrt, welches es ihnen ermöglicht, diese vier Formen der Massage gezielt als Anti-Stress und Entspannungsmassage anzuwenden.

Interessierte, die den Kurs belegen um sich etwas Gutes zu tun und in den Bereich der Massage hineinzuschnuppern, werden interessante Zusammenhänge kennen lernen. Damit können Sie für ihre Gesundheit mehr Verantwortung übernehmen.

Physiotherapeuten und Heilmasseure hingegen können Ihr Behandlungs-Spektrum erweitern, einen ganzheitlichen Behandlungsansatz kennen lernen und (in Verbindung mit ihrem bereits erworbenen Wissen) die unterschiedlichen Methoden gezielt zur Behandlung von chronischen und akuten Beschwerden einsetzen.

Termine: Die Ausbildung beginnt zweimal pro Jahr (Frühjahr und Herbst)

 

Kursleiter:

Martin Höllrigl  (Meran)
Geb.1970. Seit 1990 Dipl.Physiotherapeut. Seit 1996 in eigener Praxis in Meran tätig. Zusatzausbildungen in Structural Release, Craniosacraltherapie, Manualtherapie nach Ackermann, Functional Analysis (Points&Positions) einer reichianischen Körpertherapie. 

Tätigkeit bei Olos: Leiter des Gesundheits- und Fortbildungszentrum Olos, Ausbildungsleiter der Massage- und Deep Tissue Work - Ausbildung bei Olos, Kursleiter verschiedener Abendkurse bei Olos

 

 

Entwicklungsprofil:

Bereits am Anfang meiner Tätigkeit als Physiotherapeut, fiel mir auf:

- dass verschiedene Klienten auf die selbe Behandlungstechnik sehr unterschiedlich reagierten.

- dass es auch bei Klienten, welche sich nur schwer entspannen können, ein bis zwei Körperstellen gibt, bei deren Berührung der Klient auf fast magische Weise relativ schnell in eine tiefe Entspannung versinkt.

- dass es bei jedem Menschen Körperstellen gibt, welche sich lebendiger und„bewohnter“ anfühlen als andere Bereiche. Diese „bewohnten“ Bereiche unterscheiden sich auch in der Qualität des Körpergewebes von den „weniger bewohnten“ Gebieten.

In den letzten 10 Jahren beschäftigten mich besonders folgende Fragen:

  • Wieso entspannt sich eine Person leichter bei einer festen Berührung und  eine andere bei einer leichten Berührung.?
  • Wieso empfindet bei der selben Berührungsqualität die eine Person nichts während die andere Person von vielen verschiedenen Körperempfindungen berichtet?
  • Welche Berührungsform ist für welches Gewebe am geeignetsten?
  • Wann ist jemand entspannt? Woran erkennt man die Entspannung?
  • Gibt es unterschiedliche Formen von Entspannung?
  • Fühlt sich Entspannung für jeden gleich an?
  • Kann man Schmerzen dauerhaft behandeln?
  • Wie manifestiert sich die Psyche im Körper?
  • Wie manifestiert sich der Körper in der Psyche?

Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen, absolvierte ich verschiedene Zusatzausbildungen. Einige vermittelten  Techniken mit viel Druck, einige mit wenig Druck. Die einen Lehrten psychosomatische Zusammenhänge als selbstverständlich die anderen legten mehr Wert auf Technik und Mechanik.

Durch die verschiedenen Zusatzausbildungen, durch meine zehnjährige Berufserfahrung und die gründliche Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen und Wechselwirkungen, glaube ich heute, auf viele dieser oben genannten Fragen, eine Antwort bekommen zu haben.

In meiner Holistic Touch – Massageausbildung werden die Teilnehmer vier sehr unterschiedliche Formen der Berührung lernen, um unterschiedlichen Menschen und deren Geweben angemessen  begegnen zu können.

Kursleiter: Martin Höllrigl  Dipl.Physiotherapeut
Dauer: 18 Tage, über ein Jahr verteilt (ca.1 Treffen/Monat)
Kosten: € 1.800- (4x €400 und 1x €200)

Info/Anmeldung